Everything’s Gone Green

Hätte man uns vor zehn Jahren gefragt, ob wir für eine Partei arbeiten würden, hätten wir vehement abgelehnt. Heute finden wir zunehmend, dass man sich für die Demokratie und für Parteien einsetzen muss und Verweigerung keine sinnvolle Haltung zur Politik mehr sein kann – man muss sich für die Dinge einsetzen, die man generell richtig findet, auch wenn man nicht in allen Punkten mit einer Partei übereinstimmt. Die größte Gefährdung der Demokratie ist gerade, dass man sie als gegeben hinnimmt und nicht darum kämpft – und so haben wir nach der Anfrage der Berliner Bundestagsfraktion der Grünen Bündnis 90 intern einfach offen diskutiert und abgestimmt, ob wir für diese Partei arbeiten würden. Wobei sich herausstellte, dass wir alle Die Grünen ohnehin seit Jahren wählen – warum dann nicht auch etwas mehr tun als nur ein Kreuz auf einem Stimmzettel hinterlassen? Im Rahmen des bestehenden Corporate Designs lassen sich sicherlich nur kleine Beiträge zum Auftritt der Grünen beisteuern, aber wir freuen uns auf die Herausforderung. Politische Kommunikation ist für gutes Design nicht unbedingt bekannt – und deshalb freuen wir uns darauf, vielleicht in den Details langfristig eigene Ideen kommunizieren zu können. Spaß macht uns ganz konkret vor allem die Kooperation mit dem jungen und engagiertem Team der Berliner Grünen, die erfolgreich auf Social Media und neue Diskursformen setzen – und Spaß macht natürlich auch, auf diesem Wege die Arbeit einer Partei in der Kooperation mitzuerleben und zu entdecken, wie die Grünen sich auf Zukunftsthemen wie Migration, Innenpolitik, Bildung usw. vorbereiten. Design ist für uns insofern immer noch die Chance, in fremde Welten hineinzuschauen.