Scene Ungarn 01

Scene Ungarn in NRW ist in einem kulturell ohnehin aufregenden Jahr für NRW sicher eines der landesweiten Highlights. 150 Veranstaltungen in 14 Städten mit rund sieben Sparten von Tanz bis Literatur  mit absoluten Topkünstlern bieten einen Überblick über zeitgenössische Kunst und Kultur aus Ungarn. Nachdem wir in einem Wettbewerb vier Ansätze entwickelt hatten entschied sich das NRW KULTURsekretariat als Auftraggeber für einen Entwurf, der die regionale Vernetzung der 14 Städte in den Blickpunkt rückt, zugleich aber alle Medien als Plattform für ungarische Künstler nutzt.

Logo

nodesign

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Eine der bemerkenswerten Tatsachen von Scene Ungarn in NRW ist die Kooperation von 14 teilnehmenden Städten, die alle mit einzelnen Veranstaltungen zum Gesamtprogramm beitragen. Diese Art von Kooperation von Kommunen und Land ist an sich ebenso beachtlich wie der kulturelle Aspekt des Events und in zwei unserer Ansätze zentral. In der gewählten Fassung entsteht aus den 14 Städten eine organisatorische Logik.

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Auf ein Raster projiziert ergibt sich aus der geographischen Lage der Städte schnell eine Art Cluster-Struktur:

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Koppelt man diese mit den Einwohnerzahlen der Kommunen ergibt sich neben der reinen räumlichen Lage eine zweite Ordnungsgröße:

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Aus der simplen Vernetzung des Clusters ergibt sich eine Art Logosystem des Festivals:

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Das Logo existiert in zwei Varianten – einer kompletten und einer kompakten, je nach Verwendung – für die insgesamt 14 Partnerstädte, die das Logo mit ihrem Stadtnamen als Zusatz lokal verwenden können. Mit Varianten für Farbe und Schwarzweiß und in vier Dateiformaten für Print und Web ergeben sich am Ende rund 200 einzelne Logo-Dateien, die für die einzelnen Partner aber dennoch einfach und logisch zu verwenden sind, da jede Stadt nur «ihre» jeweils eigenen Logovarianten hat.

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Bildwelt

Unsere Idee war von Anfang an, mit ungarischen Künstler gemeinsam zu arbeiten. Jeder der vier Pitch-Ansätze wäre ein grenzüberschreitendes Projekt geworden. Der Favorit von nodesign und dem NRW-KULTURsekretariat war leider im Zeit- und Budgetrahmen nicht zu realisieren, aber auch der schließlich realisierte Ansatz schlägt eine Brücke zur ungarischen Kultur. Während das Festival in der Vergangenheit auf ein einzelnes Keyvisual setzte, meist ein fertiges Stockphoto, mißbrauchten wir sämtliche Medien als Plattform für ungarische Photokünstler. Nachdem die 14 Partnerstädte zu acht Regionen zusammengefasst wurden, die jeweils komplett eigene Plakate, Booklets und andere Medien erhalten würden, war entschieden, dass wir mit neun ausgezeichneten ungarischen Künstlern von Newcomer bis großer Name zusammenarbeiten konnten, um jeder Region eine eigene Bildwelt zu verleihen. Die acht Photographen sind auf der SceneUngarn-Site mit einer eigenen Galerie vorgestellt, eine gemeinsame Ausstellung in Deutschland ist darüber hinaus geplant. Die Medien der Scene Ungarn werden so zu einer Art Ausstellung moderner ungarischer Photographie – mit einer Bildwelt, die auf einen Blick alle Gulasch-Klischees beiseite wischt und Bilder zeigt, die ebenso gut in Deutschland oder London hätten entstehen können und zugleich doch einen Einblick in das ungarische Lebensgefühl zwischen Popinszenierung und Alltagslangeweile geben. Für uns war das Finden und Kuratieren der Photos, die Kommunikation mit dem Photographen, die ihre Bilder für diese Aktion bereitstellten, eine große Freude und die Kernidee der gesamten Kampagne, die stets versucht, eine Balance zwischen den Kommunikationszielen eines Festivals und einem respektvollen Umgang mit den Photos der Künstler zu schaffen.

Jede der acht Regionen erhält so «ihren» Photographen, der für alle Medien verwendet wurde und dessen Motive auf Plakaten, Booklet, Citylights, 18/1, Anzeigen usw erschienen, je nachdem, welche Medien die jeweiligen Städte im Rahmen von Scene Ungarn produzieren. Verbunden werden die einzelnen Motive – da es kein «eines» Schlüsselbild mehr gab – durch omnipräsente kraftvolle gelbe «Bänder», die wie Gaffa-Klebeband die Medien zusammenhalten und beispielsweise aus den acht Einzelplakaten der Veranstaltung ein gemeinsames Riesenplakat von fast 5 Metern machen:

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